Die Spur - Cosmos-Kinder-Coaching
Die Spur - Cosmos-Kinder-Coaching

Anfänge

"Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen belächelnswerten Anfang."

Albert Camus

Die Überraschung

E., ein kleiner Japaner, der die erste Klasse der Internationalen Schule besuchte, war sehr schüchtern.

Die Firma hatte den Vater von Japan nach Stuttgart versetzt. Vieles war neu für E. Sein Englisch war holprig. Ich sollte helfen.

Die Mutter erklärte mir, dass ihr Sohn auch psychische Probleme hätte: "viel zu introvertiert... er will nicht mit den anderen Fußball spielen!" Da würde etwas nicht stimmen. Deshalb war ein Psychologe konsultiert worden, bislang allerdings ohne den gewünschten Erfolg.

Einmal war die Mutter beim Englisch-Lernen mit dabei.

Über meinem Arbeitstisch hing damals ein Poster mit chinesischen "Radicals", Schriftzeichen, die beim Nachschlagen in einem chinesischen Wörterbuch dienlich sind.

Der Junge war, wie immer, recht zurückhaltend.

Er schien außerdem etwas auf dem Herzen zu haben. Am Ende der Stunde fragte er mich leise: "May I write something for you?"

(??!) "Sure!"

Und E. hat - wohl inspiriert durch den Wandbehang - die wunderschönsten japanischen Schriftzeichen (die den chinesischen oft ähneln) aufgezeichnet. Ich war sprachlos. Die schönste Schönschrift. In der ersten Klasse.

Mit wieder gewonnener Fassung habe ich schließlich meiner Bewunderung Ausdruck verliehen.

Ermutigt erklärte der junge Kalligraph: "I want to be a writer."

Seine Mutter und ich sahen einander sprachlos an.

"Did you know...?"

"No." Die Mutter war ahnungslos gewesen.

William Wordsworth! Wo war er?  Ich kramte eine den britischen Dichter portraitierende Postkarte hervor und überreichte sie dem angehenden Schriftsteller: ein "kindred spirit", Freund und Kollege sozusagen, für E.

Damit waren unser Unterricht und die Termine beim Psychologen beendet.

Ihr Sohn, erklärte die Mutter beim nächsten Telefonat, käme jetzt in der Schule zurecht und Fußball würde er auch spielen.

Vielleicht höre ich noch von E.?

Kontinuum Anita Jerams Hasen

Anita Jeram

wollte als Kind Tierärztin oder Zoodirektorin... werden:

"At school, Anita was good at art and reading and writing, but really didn't like any of the other subjects. She wanted to be a vet or a zoo keeper, or something to do with animals, but you have to get the right qualifications don't you, and Anita didn't.
She remembers bunking off school quite a lot, and one time when her maths teacher put a pile of paper on her desk and told her to forget about maths and to just draw for the rest of the lesson..."

Steinreich

Als mein Cousin klein war, sammelte er mit Begeisterung Steine.

Die Leidenschaft hielt an, in der Grundschule und im Gymnasium. 

Seine Eltern sorgten sich: Sollte der Junge sich nicht besser auf gute Noten konzentrieren, ein gutes Abi machen...?!

Mein Cousin hat sein Abi hinbekommen.

Heute arbeitet er als glücklicher Professor für Mineralogie und Kurator in einem Museum, in dem viele Steine zu bestaunen sind.

„Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir nicht genügen.

Unsere tiefste Angst ist, dass wir über alle Maßen mächtig sind. Es ist unser Licht, nicht unsere dunkle Seite, das uns am meisten ängstigt. Wir fragen uns, wer bin ich schon... ich soll genial, großartig, talentiert und umwerfend sein?

Warum solltest du das nicht sein? Du bist ein Kind Gottes. Dein Dich-Kleinmachen dient der Welt nicht. Es ist nichts Erleuchtetes im Kleinmachen, so dass sich andere in Deiner Gegenwart nicht unsicher fühlen. Unsere Bestimmung ist es zu leuchten, wie es Kinder tun. Wir sind geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu manifestieren, die in uns ist. Sie ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in jedem Menschen.

Und wenn wir unser eigenes Licht scheinen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.”

 

Marianne Williamson

 

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© Martina Mühlhauser